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Wir haben uns wieder für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft  2019 qualifiziert, und zwar:

- In der Teamklasse F6 (15 Minuten Vorführung einer „Geschichte“ mit unseren Booten auf dem Wasser). Teilnehmer: Frauke, Peter, Merten und Rolf mit den Booten Hildesia, Hermann Helms, Hermann Rudolf Meyer und Christian

· In der Klasse F4A/Kursfahren ohne Baubewertung: Merten mit seiner Gillis Gullbransson

· In der Klasse F4B/Kursfahren mit Baubewertung: Frauke mit ihrer Sylt

· In der Klasse F7 (15 Minuten Vorführung): Rolf mit Hermann Rudolf Meyer und Krabbe


Februar:

Die Ausschreibung ist seit Dezember veröffentlicht, es wird wieder nach Bánk in Ungarn gehen. Als Termin ist 15. bis 23. Juli festgelegt. Unsere Anmeldungen  sind beim deutschen Verband abgegeben, das Startgeld bezahlt, das Hotel direkt in Bánk gebucht, und ein Bus für Fahrt dorthin organisiert. Jetzt geht es an die Planung unserer Trainingstermine, und ggf. noch an die Optimierung unseres Programms.

31. März:

Heute ist offizieller Meldeschluss der einzelnen Länder für die WM. Wir vertrauen darauf, dass der deutsche Verband die Meldung fristgerecht und korrekt abgegeben hat, und natürlich die Startgebühren vollständig und rechtzeitig in Ungarn angekommen sind. Jetzt warten wir auf die Veröffentlichung des ersten vorläufigen Terminplans, die Schiedsrichter-Teams kennen wir bereits. Es hätte schlimmer für uns kommen können, es wird wieder ein deutscher Schiedsrichter dabei sein, der zusätzlich auch noch unser „Hilleshaamsch“ versteht.

April 2019:

Endlich geht es an das erste Training. Kurz vorher informiert uns Peter, dass sein Schaltbaustein den Geist aufgegeben hat, und ohne Schaltbaustein keine Funktionen auf der „Helms“, und ohne Funktionen keine erfolgreiche Teilnahme an der WM. Dumm, dass es kein neuer Baustein ist, der jederzeit noch im Laden erhältlich ist. Aber Wilfrieds unerschöpflicher Vorrat an Fernsteuerkomponenten hält auch hier das Richtige bereit: es kann also losgehen.

Und dann passiert etwas, das wir so in den letzten Jahren nicht erlebt haben: alles funktioniert auf Anhieb! Das erschreckt unseren Hinnerk so sehr, dass er sich beim Kajütentür öffnen dem Max vor die Füße wirft. Da helfen nur neue orthopädische Stiefel in Form von Sekundenkleber…  

Und wir warten auf den vorläufigen Zeitplan aus Ungarn.

Mai 2019:

Unser Training geht weiter. Hinnerk hat seinen angestammten Platz in der Kabinentür wieder eingenommen, und alles sieht soweit „klar“ aus. Allerdings ist Hinnerk bereits beim ersten Öffnen der Kabinentür so übermotiviert, dass er aus seinen Latschen kippt und über Bord geht. Natürlich ohne Rettungsweste, und die schwere Kleidung zieht ihn sofort unter Wasser. Betretenes Schweigen an Bord und an den Fernsteuerungen, aber dann das Kommando „The show must go on!“. Also wird das Training fortgesetzt. Zum Schluss gibt es dann aber doch noch eine Gedenkminute, und Peter wird einen neuen Kapitän anheuern müssen.

Rolf beschäftigt sich auch weiter mit seinem Training. Das Andocken des Päckchens aus Krabbe und Christian am Kai gestaltet sich bei ungünstigem Wind weiterhin schwierig, und die Schleppleine neigt auch dazu, sich um die Welle der Christian zu wickeln. Dann geht gar nichts mehr, das darf nicht passieren. Da ist noch einiges an Knobeln angesagt…

Und immer noch kein Terminplan veröffentlicht.

13. Juni:

Der vorläufige Terminplan ist draußen! Für Merten wird es in F4A direkt nach der Eröffnungsfeier am Dienstag mit dem ersten Lauf losgehen, und Frauke muss ihre Sylt auch noch an diesem Tag zur Baubewertung F4B präsentieren. Die weiteren Läufe von Merten im 41 Teilnehmer starken Feld werden dann Mittwoch und Samstag sein, Frauke startet gegen die weiteren 24 Teilnehmer  Mittwoch, Donnerstag und Montag. Unser gesamtes F6-Team darf am Freitag und Samstag gegen die vier weiteren Teams antreten, Programmvorstellung ist am Donnerstag, Auch in F7 wird am Donnerstag das Programm vorgestellt, und Rolf startet dann gegen 7 weitere Teilnehmer am Samstag und Sonntag.

Jetzt fehlen eigentlich nur noch Trainingsgelegenheiten für unser komplettes Team. Irgendwie geben dieses aber unsere Terminkalender gar nicht mehr her…

07. Juli:

Das letzte „freie“ Wochenende vor dem Packen und der Abfahrt am 15.07. Unser Abschlusstraining liegt nun eine Woche zurück, das eigentlich ganz gut geklappt hat, dass wir aber aufgrund immer stärker aufkommenden Windböen abgebrochen hatten. Jetzt heißt es Schiffe reinigen und letzte Reparaturen ausführen. Rolf wird nochmal sein Bugstrahlruder ausbauen müssen, da beim  letzten Training Wasser ins Schiff eingedrungen war. Und dann muss noch Geld getauscht werden, und der Bus vom Sponsor übernommen werden. Außerdem drücken wir alle Daumen, die wir haben, damit unsere Unterkunft nicht kurzfristig wegen eines Rockkonzertes in Bánk anderweitig belegt ist (diese Info haben nämlich die deutschen Camper erhalten, die ein paar Tage eher anreisen wollten…)

15. Juli:

Jetzt geht’s endlich wieder los. Der Bus ist vollgepackt, alle Boote und das restliche Geraffel ist hoffentlich stabil verstaut, und vor uns liegen gut 1000 km. 


Abfahrt ist bei regnerischem Wetter in Hildesheim, und das Navi verspricht „nur“ 9,5 Stunden Fahrt.


Nachdem alle Teammitglieder (Merten, Frauke, Peter und Rolf) eingesammelt sind, noch ein schnelles Selfie…


Und dann geht es los: hinter Pirna nach Tschechien und durch die Slowakei, um über Prag, Brünn und Bratislava nach Ungarn zu gelangen (unser Ziel liegt übrigens nur 25km jenseits der slowakischen Grenze). Aber zwischen Prag und Brünn beginnen lange Baustellen, und wir verlieren viel Zeit im Stau. Entsprechend spät kommen wir in Bànk an.


Unterwegs erreichte uns dann noch die Mietteilung, dass unsere 40MHz-Fernsteuerungen einer Senderkontrolle unterzogen werden müssen, und das an unserem Anreisetag. Ohne Senderkontrolle kein Start! Glücklicherweise hat unser Mannschaftsführer Kai die Organisatoren informiert, und wir dürfen die Sender an den nächsten Tagen vorlegen. Puh – das war dann doch ein kleiner Schreck… Im Ort dann das Hotel suchen und finden, und besser geht’s ja gar nicht: direkt am Zugang zum See gelegen (kein Teilnehmer hat eine kürzeren Weg zur Startstelle als wir), ab zur Mannschaftsbesprechung mit dem deutschen Team, danach Bus ausräumen und müde ins Bett fallen.


16. Juli:

Der erste richtige Tag der WM hat begonnen. Los geht es am Morgen bei strahlendem Sonnenschein mit der Eröffnungsveranstaltung. Bànk ist nach 2011 und 2015 nun zum dritten Mal Austragungsort der WM. Wir finden uns schnell zurecht, im Prinzip ist alles wie beim letzten Mal. Natürlich wird auch noch die komplette schweizerische Delegation begrüßt. Das geht aber schnell und herzlich, denn wieder einmal ist Heinz Althaus allein angereist und möchte nochmal seinen Titel in F7 verteidigen. Nach einigen Reden der Ausrichter und Sponsoren eröffnet der Abgesandte des ungarischen Verteidigungsministers mit Glockenschlag die WM 2019, übrigens im 40. Jahr des Weltverbandes Naviga.   


Nach der Mittagspause geht es dann auch mit den Wettbewerben los. Merten klemmt sich seine „Gillis“ unter den Arm und meldet sich an der Startstelle für F4A, und Fraukes „Sylt“ wird mit dem Bollerwagen zur Baubewertung F4B gefahren. Komischerweise taucht dort auch der deutsche WM-Titel-Abonnent Peter Sager auf, der bei der letzten DM gar nicht in F4B gestartet ist. Sachen gibt’s…


Merten muss als zweiter Starter ran, und hat anscheinend gleich einen guten Tag erwischt: ein fehlerfreier Lauf – tolle Leistung. Allerdings tun ihm dieses insgesamt 11 weitere Fahrer im 41 Starter großen Feld nach (davon zwei weitere Deutsche). Weltmeister wird also nur werden, wer drei fehlerfreie Läufe abliefert, und dann im Stechen die besten Nerven hat. Mal schauen, wie es noch weitergeht. In der Bauwertung erreicht Frauke 91 Punkte und landet damit vorerst auf Platz 9 von 25 Startern. Mit fehlerfreien Läufen kann es da noch weiter nach vorne gehen. Auch hier heißt es also Daumen drücken!


17. Juli:

Heute stehen für unser Team zwei Starts an: Fraukes erster Lauf in F4B am Vormittag, und Mertens zweiter Lauf in F4A am späteren Nachmittag. Frohen Mutes räumen wir die „Sylt“ aus unserem Bus und bringen sie zur Startstelle.


Dort setzt Frauke die Akkus ein, verzichtet aber aus Rücksicht auf andere Starter auf einen Test. In der Vorbereitungszeit dann der Schreck: die „Sylt“ bleibt komplett tot, es zeigt sich nicht mal die kleinste Regung. Die Vorbereitungszeit endet, ohne dass das Boot Wasser gespürt hat. Schade…

Nach einem kleinen Mittagessen voller Frust dann Bastelstunde im Aufenthaltsraum unseres Hotels. Der Empfänger erwacht wieder zum Leben, aber das Bugstrahlruder ist fest. Also Ausbau, Reinigen und neu Schmieren, und siehe da: es geht! Allerdings bedeutet dieses den vorletzten Platz nach dem ersten Lauf für Frauke.


Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum zweiten Start von Merten in F4A. Die Startreihenfolge ist umgekehrt, entsprechend wird Merten nahezu zum Schluss starten. Zeit genug, die Boote der anderen Teilnehmer zu begutachten. Bei Weltmeisterschaften gibt es schon interessante Boote gemäß der Maßgabe „werft-neu“ und „sauber“ zu sehen…


Schließlich ist Merten endlich an der Reihe. Nun heißt es, die im Laufe des Nachmittags gestiegene Nervosität wieder in den Griff zu bekommen und ruhig zu fahren. Das gelingt wieder prima, keine einzige Bojenberührung. Auch die Einfahrt ins Dock ohne Berührung. Aber der Schiedsrichter moniert, dass das Boot nach dem Ruf „Stopp“ nicht gestanden hat, und so fängt sich Merten leider 5 Fehlerpunkte ein. Damit ist er nach Lauf zwei auf Platz 11.


Dem vorletzten Starter (André aus Dresden) droht ein ähnliches Schicksal wie Frauke am Morgen. Aber er bekommt sein Boot doch noch zum Fahren und kann den Kurs fahren. Allerdings reicht die notdürftige Reparatur nicht aus, um den Kurs komplett fahren zu können und sa Boot bleibt liegen. Nun sind Hildesheimer an sich ja hilfsbereit und fühlen sich der Seenotrettung verbunden, aber bei der Wahl der Mittel sollte vielleicht doch besser nachgedacht werden (oder dem Rolf muss dringend eine Diät verordnet werden…)


Nach dem Abendessen steht dann noch ein Test der „Sylt“ im Wasser an. Alles funktioniert wieder korrekt, die Motoren drehen richtig herum, und auch das Bugstrahlruder tut korrekt seinen Dienst. Frauke kann also morgen wieder angreifen.

18. Juli:

 

 

19. Juli:

 

 

20. Juli:

 

 

21. Juli:

 

 

22. Juli:

 

 

23. Juli:

 

 

24. Juli:

 


(wird fortgesetzt ...) 

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